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US President 2024

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Ich verstehe das nicht. Warum ist das hier anders als George Floyd & Co?
Wo sind die Stimmen, die darauf hinweisen, dass der Typ sich offensichtlich den beamten wiedersetzt hat?
Warum sagt niemand, dass man den Anweisungen einfach folgen soll?
Das ist so strange

whataboutism.

Die Diskussion um die griechischen Inseln in der Ägäis, so wie eine "eingeschnürte" Türkei im östlichen Mittelmeer begleiten mich bereits mein ganzes Leben. Eine Fullblown-Diskussion darüber müssen wir uns hier wirklich nicht antun.

ist ein bisschen deine eigene bubble, das als status quo anzusehen. seit putin und trump sind das durchaus wieder legitime gedankengänge, über territoriale expansion mit waffengewalt nachzudenken und im falle putins ja offenkundig auch in die tat umgesetzt. bei den usa muss man mal schauen, was taco nun tatsächlich mit venezuela vorhat. sich als acting president nach einem militärischen regimechange darzustellen ... find den deeskalation-vorwurf ja ganz süss, ist ja nicht so, als ob wir in europa eine hurra-patrionismus hätten und lebensraum im osten wollten. finde es allerdings auch keine kluge strategie, bei jeder forderung aus trumpcity mit dem ersten atemzug zu formulieren "wir müssen trump entgegen kommen".

ist ein bisschen wie bei einem vergewaltiger. muss man halt verstehen und deeskalieren, in dem man sich in die duldungsstarre begibt und den arsch hinhält. dann bringt er einen ja vielleicht wenigstens nicht um, wenn er lieb ist. da muss man ihm einfach auch mal entgegen kommen mit seinen nöten! das kann je nach ereignis und persönlicher präferenz tatsächlich ne taugliche strategie sein. ist dann halt doof, wenns der eigene vater/onkel ist und mehrmals die woche passiert - dann sollte man vielleicht überlegen, wie man aus dieser situation dauerhaft rauskommt.

nope, bob. wenn es die eu mittelfristig nicht schafft, sich von seiner abhängigkeit russlands wie gleichzeitig der usa zu befreien, dann werden viele dieser freiheitlichen werte, die wir hier so dufte finden, verschwinden. und als europäer sollte man daher recht genau beoachten, wie der umbau der usa voranschreitet. und dann vielleicht nochmal den cambridge analytica vorgang in erinnerung rufen und den brexit oder die erstarkung neorechter kräfte in europa grundsätzlich und der afd im speziellen übertragen. nope, bob, es ist wirklich nicht die zeit für deeskalation. und wenn die dems in den usa ihre deeskalation nicht bald abstreifen, wird der korridor dafür schmaler und schmaler.

Meta ist zwar Vorreiter, was diese illustren Treffen mit Rechtsradikalen angeht, jedoch kein Einzelkämpfer. Auch bei Google finden sich innerhalb der letzten Legislaturperiode fast zwanzig Treffen mit den drei oben genannten Rechtsaußen-Gruppen in den Büchern – das Feld führen in diesem Fall die Patrioten für Europa an. Beim letzten Treffen zum Omnibus Anfang Dezember – mit dem schwedischen Rechtspopulisten Charlie Weimers – waren auch Vertreter von Amazon, Microsoft und Ericsson anwesend.


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finde es allerdings auch keine kluge strategie, bei jeder forderung aus trumpcity mit dem ersten atemzug zu formulieren "wir müssen trump entgegen kommen".
Ich fände es zunächst mal dufte, wenn man nicht gleich bei jedem kleinen Furz, den dieser inkontinente, mittlerweile geistig retardierte alte Clown in seine Windel gleiten lässt, aufspringt und -schreit, dass schon wieder alles brennt, anstatt erstmal ruhig zu bleiben und gelassen zu kontern. Und zwar als Nebenbemerkung bei PKs, wo diesbezüglich eine Frage gestellt wird und nicht deswegen eine dafür einzuberufen.
Auch hier wieder: Die Medien, ÖRR inklusive, nehmen das auf und verbreiten es, weil es Klicks und damit Patte bringt. Das jazzt das Ganze immer ins Extreme, in den Skandal, in die neue Weltordnung usw. usf. Ehrlich, es tut mir um die aufrichtigen Amerikaner leid, was da gerade passiert, aber der Fokus der Politik, Medien & Gesellschaft darf auch gerne wieder mehr bei uns in Europa bzw. Deutschland liegen.
Addendum: Ich checke auch absolut nicht, was die Taktik der Demokraten eigentlich ist. Entweder wird das hierzulande gar nicht berichtet oder aber die sind weiterhin wie gelähmt, was die Inhalte der "The Daily Show" mit Jon Stewart immer erahnen lassen.
 
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Ich fordere kein Entgegenkommen, sondern die Emanzipation Europas. Das übrigens schon seit über 20 Jahren. Gesellschaftlich, wirtschaftlich und v.a. aber militärisch. Wo ich früher mit "Kumbaya" niedergeschrien wurde (auch in diesem Forum), stelle ich endlich ein Umdenken fest. Auch wenn mir das noch viel zu zaghaft ist.

@YNC: das ist nicht meine Bubble, sondern geopoltische Realtität. Ich freue mich, dass man diese nun endlich auch in Deutschland wiederentdeckt, aber Empörung gleicht keine jahrzehnte lange Bildungslücke aus. Türkei ist weder Amerika, noch Russland. Auch wenn Dein Vergleich jeden türkischen Nazi stolz machte. Pro Tipp: Geopolitik funktioniert nicht nach den Maßstäben "mog i" oder "mog i net". Diese intellektuelle Hürde muss man hier in Deutschland in der Breite noch nehmen.
 
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Scorn4

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ich weiß nicht, wie die türkei-griechenland -diskussion hier rein gekommen ist, aber sucht euch bitte einene eigenen thread dafür.
nennt ihn byzantium reloaded oder so.
aber das hat echt nichts hiermit zu tun thx
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Warum wählt das gemeine Volk dann so viel Korruption? Also ernstgemeinte Frage.


Das ist eine gute Frage. Es gibt glaube ich keine einfache Antwort, aber ich glaube jede Antwort beginnt damit dass es zwei unterschiedliche Sachverhalte gibt, die beide unter "Korruption" subsumiert werden. Das, was man sich traditionell unter Korruption vorstellt, also das klassische "quid pro quo", wo eine Person einer anderen etwas gibt und die andere Person dir dafür einen Vorteil verschafft. Und dann die "Korruption", dass man Leute für Jobs anheuert, die aus irgendwelchen Gründen (sei es jetzt wirtschaftliche Abhängigkeit, Dankbarkeit, genuine ideologische Radikalität oder dem impliziten Versprechen auf eine Vollversorgung nach dem Amt) Dinge tun, die in einer Demokratie für die Mehrheit kaum nachvollziehbar wären, würde man sich tatsächlich am Allgemeinwohl orientieren.
Die "klassische" Korruption wird heute sicher nicht weniger abgelehnt als früher. Allerdings ist es halt auch so, dass umso mehr die andere Form von Korruption normal ist, die "klassische" Korruption gar nicht mehr notwendig ist. So jemand wie Trump ist da eher die Ausnahme, weil für Trump nur Summen in einer Höhe relevant sind, die man über Korruption kaum anders einnehmen kann (außer man hat ein eigenes Unternehmen, das mit dem Staat massenhaft Geschäfte macht, aber das hat Trump nicht). Trump hat hauptsächlich davon profitiert, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung bei den Vorwahlen wählt und es denen wichtiger ist, die libs zu triggern, als Trumps Korruption. Und in Hauptwahlen siehst du in jedem Land der Welt, dass sie primär Referenden über die Regierung sind. Da spielt es jemandem wie Trump natürlich enorm in die Karten, dass es in den USA nur zwei realistische Alternativen gibt in der Hauptwahl.

Für die andere Form von Korruption fürchte ich, dass wir als Gesellschaft glaube ich einfach der Tatsache ins Auge sehen müssen, wie stark wir auf gut kuratierte Medien angewiesen waren. Ein zentraler Befund der Politikwissenschaft, von dem leider kein Schwein außerhalb der akademischen Politikwissenschaft je was hört: Wenn du Leute fragst, was sie über Politik wissen, dann war das schon immer sehr wenig (der Teil ist noch bekannt). Man sollte sich da btw auch keine Illusionen machen: Früher waren die Leute politisch keineswegs besser informiert als heute, auch wenn ältere Leute das gerne immer wieder behaupten. Wenn du dir allerdings anschaust, was für Wahlentscheidungen Leute mit sehr wenigen Informationen treffen, dann zeigt sich dass sie trotzdem ziemlich gut darin sind, sich genau für die Parteien zu entscheiden die sie auch gewählt hätten, wenn sie viel besser informiert gewesen wären. Das System aus Parteien und Berichterstattung hat quasi die hohe Komplexität von Politik genommen und sie so weit reduziert, dass selbst jemand der quasi nur Radionachrichten auf der Fahrt zur Arbeit, die auf der Arbeit liegen gelassene Bildzeitung von irgendwem anders und hin und wieder Tagesschau rezipiert hat trotzdem relativ zielsicher sagen konnte, welche Partei seine eigenen Vorstellungen am meisten entspricht.
Meine Vermutung ist, dass genau diese Komplexitätsreduktion nicht mehr funktioniert, wenn du keine "normalen" Medien konsumierst. Wenn man sich entweder gar nicht, primär über soziale oder primär über "alternative" Medien informiert kann man Detailwissen wie "wer ist eventuell latent korrupt*" gut aus dem Weg gehen und dann muss man sich die Frage natürlich auch gar nicht mehr stellen.





*es hilft natürlich auch nicht unbedingt, dass der Teil des Spektrums, der die mit Abstand korrupteste Politik macht, gleichzeitig der ist der auch mit Abstand das größte "eigene" Medien-Biotop hat




dazu gibts davon direkt auch sehr verstörende Aufnahmen. Fehlen eigentlich nur die richtigen Uniformen für ne Szene aus Wolfenstein



Nicht, dass ich glaube dass der zweitausendste offensichtliche logische Widerspruch jetzt noch einen Unterschied macht, aber ich fand es schon geil zu sehen dass die NRA das alles für total unproblematisch hält. Ich höre seit 20 Jahren dass das Zweite Amendment ja eigentlich die Bürger vor der Tyrannei schützt, aber wenn das Paramilitär des Regimes auf den eigenen Straßen aufmarschiert können sie offensichtlich ohne Probleme Bürger im öffentlichen Raum exekutieren, die (legal!) eine Waffe mit sich führen.
 
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Gefällt mir nicht dass die Tagesschau sich weigert die Situation journalistisch korrekt als Exekution zu beschreiben.

Vielleicht könnten die auch mal so eine Art Journalisten einstellen der seine Arbeit verrichtet und ggf. mal eines (oder meintewegen alle drei) der inzwischen vorliegenden Videos anguckt und erwähnt, dass es sich bei der "Halbautomatikpistole" sehr offensichtlich um ein Smartphone handelte, welches er in Richtung frauenschubsender Trottelnazis hielt, und die (LEGALE) Pistole bis zum Diebstahl selbiger (damit man einen unbewaffneten Mann in den Rücken schiessen kann) nie von ihm berührt wurde.
Vielleicht könnten wir als Staat für die Finanzierung solcher so genannter Journalisten steuermäßig Geld sammeln, damit Menschen einen garantierten Zugang zu einigermaßen neutraler Berichterstattung haben. Das wäre doch eine tolle Geschichte.
Hm, wie alt bist du? Ich denke, ab einem gewissen Alter begreift jeder bestimmte Wahrheiten über die Welt.

Eine Wahrheit ist, dass die meisten Menschen rückgratlose Opportunisten sind und immer das rausposaunen, was ihnen am meisten bringt, vor allem wenn sie gute Jobs haben wie bei ÖR, die sie nicht in Gefahr bringen wollen.

Die möchte ich mal sehen, wenn die AfD an die Macht kommt, dann wird bei den meisten die Fahne in die andere Richtung gehängt.

Opportunisten halt, Hauptsache mir selber gehts gut.
 
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Von Deinen Mutmaßungen mal abgesehen, verstehe ich nicht, wieso Du Tasche hier Naivität unterstellst, wenn er berechtigterweise die journalistische Arbeit von Medien kritisiert, die einem höheren Anspruch genügen sollten.

Ich find die Haltung "lol der hat ernsthaft Anspruch an Journalismus, interessiert die doch alle nicht" auch bei weitem nicht so erleuchtet, wie Du sie präsentierst tbh. Und wie gesagt, selbst wenn diese zynischen Unterstellungen stimmen *sollten*, ist es doch gerade das, was kritisiert wird?
 

Gustavo

Doppelspitze 2019
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Und wie gesagt, selbst wenn diese zynischen Unterstellungen stimmen *sollten*, ist es doch gerade das, was kritisiert wird?

Und sie stimmen halt auch nicht. Dort, wo es ÖRR gibt und die Rechtspopulisten an die Macht kamen, musste immer großflächig Personal ausgetauscht werden und genau das ist auch passiert. "Alles lässt sich mit Eigensinn erklären" ist als Erklärungsmuster schon ziemlich kindisch.
 
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Ich finde an dem Artikel der Tagesschau jetzt mal gar nix schlimm und finde, er bildet das ab, was ich mir von einer öffentlich-rechtlichen Nachrichtenseite erwarte:hum:
 

haschischtasche

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Ich finde an dem Artikel der Tagesschau jetzt mal gar nix schlimm und finde, er bildet das ab, was ich mir von einer öffentlich-rechtlichen Nachrichtenseite erwarte:hum:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, weil nutzlose Diskussion: Der Artikel den du aktuell unter dem Link erreichst entspricht nicht dem Artikel auf den ich mich gestern mit meinem Post bezog. Hat auch mal eben 300 Wörter mehr.

Gestern sind da noch "Schüsse gefallen" (aus dem Himmel oder so 🤷‍♀️) an denen irgendjemand gestorben ist. Von Augenzeugenberichten oder den (zu dem Zeitpunkt schon überall rumgereichten) Videos wurde nichts erwähnt, sondern primär die DHS-Seite dargestellt nach der der Kerl mit gezogener Waffe auf irgendwelche Beamten zu ist.
Inzwischen steht da recht deutlich, dass ein Zivilist von 'nem Beamten erschossen wurde und massive Zweifel an den Behauptungen des DHS bestehen.
 

Scorn4

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Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, weil nutzlose Diskussion: Der Artikel den du aktuell unter dem Link erreichst entspricht nicht dem Artikel auf den ich mich gestern mit meinem Post bezog. Hat auch mal eben 300 Wörter mehr.

Gestern sind da noch "Schüsse gefallen" (aus dem Himmel oder so 🤷‍♀️) an denen irgendjemand gestorben ist. Von Augenzeugenberichten oder den (zu dem Zeitpunkt schon überall rumgereichten) Videos wurde nichts erwähnt, sondern primär die DHS-Seite dargestellt nach der der Kerl mit gezogener Waffe auf irgendwelche Beamten zu ist.
Inzwischen steht da recht deutlich, dass ein Zivilist von 'nem Beamten erschossen wurde und massive Zweifel an den Behauptungen des DHS bestehen.
bei der berichterstattung mit der neutralen, passiven sprache könnte man glatt meinen, es ginge um palästinenser
 

GeckoVOD

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Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, weil nutzlose Diskussion: Der Artikel den du aktuell unter dem Link erreichst entspricht nicht dem Artikel auf den ich mich gestern mit meinem Post bezog. Hat auch mal eben 300 Wörter mehr.

Gestern sind da noch "Schüsse gefallen" (aus dem Himmel oder so 🤷‍♀️) an denen irgendjemand gestorben ist. Von Augenzeugenberichten oder den (zu dem Zeitpunkt schon überall rumgereichten) Videos wurde nichts erwähnt, sondern primär die DHS-Seite dargestellt nach der der Kerl mit gezogener Waffe auf irgendwelche Beamten zu ist.
Inzwischen steht da recht deutlich, dass ein Zivilist von 'nem Beamten erschossen wurde und massive Zweifel an den Behauptungen des DHS bestehen.
Man sollte bei aller berechtigten Kritik nicht vergessen, wie wenig technikaffin die Empfänger der Nachrichtenseiten sind, bei zeitgleichem Ausbau der Nachrichtenkanäle und -quellen. Für mich ist es akzeptabel, wenn die ersten Meldungen noch, in Ermangelung eines passenden Wortes, zurückhaltend sind. Auf X und co. sind genug Shitbots und Idioten unterwegs, die man bewusst nicht ungefiltert verschriftlichen mag. Gleiches gilt für die Antworten von offiziellen und semi-offiziellen Akteuren, die man für ein Gesamtbild eines richtigen Artikels zusammenführen will. Im Gegensatz zu Springer & co. glaube ich den Journalisten, dass sie hier ihren Auftrag der "neutralen" Meinungsbildung ernst nehmen und einen entsprechend verstaubten Sprachduktus wählen, der sich im Abstrakten am Duden orientiert und zu den "objektiven" Hinweisen logisch wirkt.

Das könnte passend sein, wäre das restliche Nachrichten-Ökosystem nicht seit Jahren auf maximale Emotion in wenigen Social-Media-Worten optimiert worden und frei von fragbaren Primärquellen, die aus Apps von beliebigen Hinterwäldlern gepostet werden. In meiner Jugend hätte ich die Worte jedenfalls anders aufgefasst als zur heutigen, eher stark polarisierenden Berichterstattung und entsprechende Schlüsse gezogen. Heute ist alles außenrum schneller und eine entsprechende Erwartungshaltung ist da, unabhängig davon, was auf der Tagesschauseite mit Verzögerung geschieht. Insgesamt kann ich das tolerieren, da der gleiche Maßstab an antiquierter Unaufgeregtheit auch Meldungen trifft, die ein Söder, eine Weidel oder sonstige Spinner fantasieren und damit die WELT/BILD/Sonstige-"Zeitungen" relativiert und einen ausgewogenen Kontext bietet.

Persönlich hasse ich eher die inflationäre Verwendung von "Eilmeldungen zu wichtigen Themen" und das wenig in Perspektive setzende Wiedergeben des homöopathischen Thoughts-and-Prayers-Gedenken deutscher Würdenträger zu diesen Vorfällen mit deutlich mehr Zeit zur Aufbereitung. Abgerundet wird das von den eher dilettantischen Gehversuchen mit eigenen Social-Media-Kanälen und der inzestuösen Debattenorgie im Late-Night, deren Zielgruppendefinition mir sich nie erschließen wird. Das gibt ein Gemisch an halbgarer, wenig akzentuierter Berichterstattung insgesamt, weil sich an den falschen Stellen an die Trends der Optimierung angepasst wird, für die es keinen finanziellen Druck geben sollte. Trotzdem bleibt der ÖR noch die beste Quelle, die wir derzeit haben.
 

Scorn4

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Man sollte bei aller berechtigten Kritik nicht vergessen, wie wenig technikaffin die Empfänger der Nachrichtenseiten sind, bei zeitgleichem Ausbau der Nachrichtenkanäle und -quellen. Für mich ist es akzeptabel, wenn die ersten Meldungen noch, in Ermangelung eines passenden Wortes, zurückhaltend sind. Auf X und co. sind genug Shitbots und Idioten unterwegs, die man bewusst nicht ungefiltert verschriftlichen mag. Gleiches gilt für die Antworten von offiziellen und semi-offiziellen Akteuren, die man für ein Gesamtbild eines richtigen Artikels zusammenführen will. Im Gegensatz zu Springer & co. glaube ich den Journalisten, dass sie hier ihren Auftrag der "neutralen" Meinungsbildung ernst nehmen und einen entsprechend verstaubten Sprachduktus wählen, der sich im Abstrakten am Duden orientiert und zu den "objektiven" Hinweisen logisch wirkt.
Die ersten Meldungen, die hier bei uns gebracht werden, kommen von Nachrichtenagenturen wie Reuters & co. und werden zum großen Teil erstmal übernommen. So geschieht es, dass die Art der Berichterstattung von dort übernommen wird. Man hat ja nicht etwa einen Reporter live vor Ort. Wenn Reuters dann schreibt "officer involved shooting leaves one dead" macht man daraus nicht "ICE richtet Zivilisten auf offener Straße hin", jedenfalls nicht in der ersten Meldung. Für eine Recherche braucht es Zeit, sowas verbessert sich dann (hoffentlich) ein paar Tage später, wenn echte Journalisten Zeit hatten, sich in die Sache einzuarbeiten.
Die erste "Fehlerquelle" sind also die großen Agenturen, die Angst haben, es sich mit der Trump-Regierung zu verscherzen. CNN wurde berühmterweise vom white house press pool ausgeschlossen. Alle andern sind also gewarnt. Daher die zaghafte und passive Sprache von denen.
 

Gustavo

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Die ersten Meldungen, die hier bei uns gebracht werden, kommen von Nachrichtenagenturen wie Reuters & co. und werden zum großen Teil erstmal übernommen. So geschieht es, dass die Art der Berichterstattung von dort übernommen wird. Man hat ja nicht etwa einen Reporter live vor Ort. Wenn Reuters dann schreibt "officer involved shooting leaves one dead" macht man daraus nicht "ICE richtet Zivilisten auf offener Straße hin", jedenfalls nicht in der ersten Meldung. Für eine Recherche braucht es Zeit, sowas verbessert sich dann (hoffentlich) ein paar Tage später, wenn echte Journalisten Zeit hatten, sich in die Sache einzuarbeiten.
Die erste "Fehlerquelle" sind also die großen Agenturen, die Angst haben, es sich mit der Trump-Regierung zu verscherzen. CNN wurde berühmterweise vom white house press pool ausgeschlossen. Alle andern sind also gewarnt. Daher die zaghafte und passive Sprache von denen.


Finde ich an sich nicht unvernünftig. Großes Aber: Man muss in meinen Augen schon auch berücksichtigen, welches Bild man beim durchschnittlichen Empfänger mit welcher Formulierung auslöst. "officer involved shooting" ist die klassische Formulierung die die Polizei immer ganz am Anfang rausgibt, also bevor irgendeine Form von Polizeiarbeit gemacht werden konnte, die aufklärt ob der Gebrauch der Schusswaffe gerechtfertigt war. Da gäbe es dann zwei Möglichkeiten, welches Bild beim Empfänger ankommt:
(1) Das völlig neutrale Bild --> "Noch nicht genügend Informationen um irgendeine Beurteilung treffen zu können"
(2) Das "stochastische" Bild --> Man füllt quasi die fehlenden Informationen mit den eigenen Einstellungen zu den jeweiligen Akteuren auf, was dann in Folge durch mehr Informationen angepasst wird

Wenn wirklich (1) produziert würde gäbe es an der Art zu berichten kein Problem. Leider habe ich das Gefühl, dass (2) durchaus ziemlich häufig ist und man durch die bloße Neutralität den Sachverhalt noch zu positiv für die Trump-Administration darstellt. Sicher ändert sich aktuell das Bild von ICE und CBP gerade, aber abstrakt gibt es in den USA immer noch sehr viel Sympathie für die Vollstreckungsbehörden und relativ zu wenig Sympathie mit "Demonstranten", wenn sie nicht gerade eindeutig zu identifizieren sind als als "Demonstranten für ein Thema, das mit selbst am Herzen liegt".

Ich glaube wir sind alle alt genug um uns an Zeiten auch hier in Deutschland erinnern zu können, bevor jeder ein Smartphone in der Tasche hatte und man von diversen Polizeieinsätzen nur Nachrichten von den jeweiligen Seiten bekam und da wurde häufig vergleichsweise wenig Wert auf das Wort von "Chaoten" gelegt und man hat der Polizei bereitwillig erst mal geglaubt, bis eindeutig das Gegenteil belegt werden konnte. Habe ich früher auch und ich will damit auch nicht sagen dass der schwarze Block nicht randvoll mit Chaoten ist, aber ich muss zugeben dass ich auch aus Deutschland mittlerweile einiges an Handyaufnahmen gesehen, wo ich früher bei neutraler Pressemitteilung der Polizei vertraut hätte, wo ich heute dank Handyaufnahmen sehen kann dass die Polizei sich eben keineswegs durchgehend so korrekt benimmt wie ich es erwartet hätte. Wenn es solche Handyaufnahmen gibt wie in diesem Fall sollte man imo nur bei einem WIRKLICH unklaren Fall von "officer involved shooting" reden, während gleichzeitig jeder im Internet sehen kann dass da ein auf dem Boden liegender Mann von hinten erschossen wird. Und man sollte die Statements der Regierung nur mit einem Warnhinweis übernehmen, dass sie bereits mehrfach offenkundig Sachverhalte bzgl. solcher Szenen falsch dargestellt haben.
 
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Die andere Frage wäre ja auch wie häufig kommt es wohl vor, dass ein ICEler aus berechtigter Bedrohungslage seine Schusswaffe einsetzt. Da muss ich ein wenig an das aus dem Polizeigewalt-Thread denken...das irgendwo in Amerika ein "normaler" Polizist in eine Situation kommt, wo er seine Schusswaffe einsetzen sollte, dürfte ja recht regelmäßig vorkommen. Bei ICE-Einsätzen würd ich dann doch vermuten, dass das eine extreme Rarität ist. Und wenn es das nicht wäre, warum dann überhaupt die News nach Deutschland tragen?

€: grad mal grob gegoogelt...für 2025 wohl 1201 Tote durch Polizisten, 2 durch ICE, 4 durch CBP...auch ganz ohne Wertung wieviel davon jetzt mehr oder weniger gerechtfertigt waren, sind das natürlich ganz eindeutig sehr unterschiedliche Dimensionen
 
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Scorn4

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Die andere Frage wäre ja auch wie häufig kommt es wohl vor, dass ein ICEler aus berechtigter Bedrohungslage seine Schusswaffe einsetzt. Da muss ich ein wenig an das aus dem Polizeigewalt-Thread denken...das irgendwo in Amerika ein "normaler" Polizist in eine Situation kommt, wo er seine Schusswaffe einsetzen sollte, dürfte ja recht regelmäßig vorkommen. Bei ICE-Einsätzen würd ich dann doch vermuten, dass das eine extreme Rarität ist. Und wenn es das nicht wäre, warum dann überhaupt die News nach Deutschland tragen?

€: grad mal grob gegoogelt...für 2025 wohl 1201 Tote durch Polizisten, 2 durch ICE, 4 durch CBP...auch ganz ohne Wertung wieviel davon jetzt mehr oder weniger gerechtfertigt waren, sind das natürlich ganz eindeutig sehr unterschiedliche Dimensionen
Ja und Tote durch Autounfälle, Tabak und Alkohol, aber hallo! Da sind die Toten durch ICE nur noch ein Rundungsfehler.
 
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was ist dann dein punkt?
Es ging ja um die Erwartungshaltung von der anfangs neutraler gehaltenen News. Wenn ich nur "Schüsse gefallen" über einen zufälligen Polizeieinsatz hören würde, wär ich durchaus erstmal bei einer Variante wie "Da hat sich ein Verbrecher versucht seinen Weg in die Freiheit zu schießen" anzunehmen, weil sowas nunmal durchaus Alltag in Amerika ist. Wenn ich das aber über einen ICE-Einsatz lese, käm ich nicht wirklich auf ein ähnliches Szenario, weil der selbe Ansatz bei Illegalen hat nicht an der Tagesordnung ist...da wär ich dann schon eher beim Beamten der Trigger-happy ist.
 
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Gehst du etwa ohne deine Geheimpolizisten vor die Tür?
 
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On January 27, 2026, the Doomsday Clock was set at 85 seconds to midnight, the closest the Clock has ever been to midnight in its history.

If Canada doesn’t go ahead with purchasing 88 of the jets, that would mean the United States would have to buy more of the advanced fighter aircraft for its own air force, Hoekstra told the CBC during a recent interview at Luke Air Force Base in Arizona. And it would fly them more often into Canadian airspace to address threats approaching the U.S.

“If Canada is no longer going to provide that (capability), then we have to fill those gaps,” Hoekstra told the CBC.

frankreich begeistert mich immer mehr.
The French government has announced it will replace American video conferencing platforms including Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, and Webex with Visio, a French-developed sovereign solution, across all public administration by 2027.
 
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frankreich begeistert mich immer mehr.

ja außerdem bitte facebook und snapchat & co bannen
braucht eh keiner
 

Gustavo

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Die andere Frage wäre ja auch wie häufig kommt es wohl vor, dass ein ICEler aus berechtigter Bedrohungslage seine Schusswaffe einsetzt. Da muss ich ein wenig an das aus dem Polizeigewalt-Thread denken...das irgendwo in Amerika ein "normaler" Polizist in eine Situation kommt, wo er seine Schusswaffe einsetzen sollte, dürfte ja recht regelmäßig vorkommen. Bei ICE-Einsätzen würd ich dann doch vermuten, dass das eine extreme Rarität ist. Und wenn es das nicht wäre, warum dann überhaupt die News nach Deutschland tragen?

€: grad mal grob gegoogelt...für 2025 wohl 1201 Tote durch Polizisten, 2 durch ICE, 4 durch CBP...auch ganz ohne Wertung wieviel davon jetzt mehr oder weniger gerechtfertigt waren, sind das natürlich ganz eindeutig sehr unterschiedliche Dimensionen


Ich musste auch an den Polizeigewalt-Thread denken. Ich bin ja eher ein Skeptiker was die Behauptung von Polizeigewalt als tendenziell häufig gerechtfertigt angeht (zumindest im Vergleich zu Heator damals, der mir primär auf der anderen Seite in Erinnerung geblieben ist), aber ich verstehe schon warum es in den USA VIEL mehr Waffengebrauch durch Polizisten gibt und warum er halt auch viel häufiger als hier gerechtfertigt ist. Die Gefahrenlage ist einfach wirklich eine andere, wenn man nicht wissen kann ob nicht prinzipiell jeder eine Schusswaffe mit sich rumtragen könnte.
Aber was ich damals schon nicht akzeptabel fand war dass man sich als Gesellschaft quasi* dazu entscheidet, in so einer Welt mit erhöhtem Risiko zu leben, dann aber andererseits bei Polizeieinsätzen argumentiert, dass dieses erhöhte Risiko alleine von denjenigen getragen werden muss, die die Polizei kontrolliert, indem man der Polizei fast uneingeschränkt Schusswaffengebrauch, auch exzessiven Gebrauch, mit dem Argument erlaubt, es sei halt sonst einfach zu gefährlich, Polizist zu sein. Und die Gefahrenlage wird natürlich nochmal dadurch verstärkt, wenn die Polizei eben nicht als "Freund und Helfer" auftritt und man es mit dem "beat cop" wie aus dem Fernsehen zu tun hat, sondern wenn der Einsatz sich von Anfang an konfrontativ anfühlt, was dann wieder Leute mit erhöhtem Risikofaktor (mental instabil und/oder generell schon mit Grundskepsis gegenüber der Polizei) dazu treibt, sich in den Augen der Polizei noch mehr suspekt zu benehmen.

Und bei ICE scheint es mir halt so, dass das Verhalten, das die Regierung offensichtlich ganz bewusst von ICE will, genau das Prinzip auf die Spitze treibt, weil man langsam das Gefühl kriegen kann, die "Gefahr" für ICE, mit der man dieses Vorgehen rechtfertigt, entsteht fast einzig und alleine dadurch, wie krass ICE mittlerweile auf der Straße agiert. Während bei normaler Polizeiarbeit die Einsätze häufig einfach notwendig sind (wenn auch nicht immer die Art, wie sie durchgeführt werden), kommt mir der Aufmarsch in demokratischen Innenstädten vor wie eine reine Provokationstaktik. Man schafft selbst die angeblich erhöhte Gefahr, mit der man es dann später rechtfertigt, dass ICE und CBP agieren wie sie agieren, indem man sie aufmarschieren lässt und sie sich in Städten die als Hochburgen der politischen "Gegner" wie ein Paramilitär aufführen dürfen. Ich habe mal schnell gegoogelt, ob es überhaupt jemanden bei ICE gab, der durch einen Migranten getötet wurde. Wie für die USA zu erwarten war gab es mehr Tote durch "ungeplantes Auslösen der Schusswaffe" (1) als durch Migranten (0).



*quasi wegen des 2nd Amendment, wobei man schon auch festhalten kann dass es eineswegs 100% zwingend ist, das als "jeder darf prinzipiell moderne Schusswaffen besitzen" zu interpretieren und so wurde es auch die längste Zeit gerade nicht interpretiert, aber zumindest aktuell ist das die Rechtsprechung des Supreme Court also sind die Mittel der Politik begrenzt


Es ging ja um die Erwartungshaltung von der anfangs neutraler gehaltenen News. Wenn ich nur "Schüsse gefallen" über einen zufälligen Polizeieinsatz hören würde, wär ich durchaus erstmal bei einer Variante wie "Da hat sich ein Verbrecher versucht seinen Weg in die Freiheit zu schießen" anzunehmen, weil sowas nunmal durchaus Alltag in Amerika ist. Wenn ich das aber über einen ICE-Einsatz lese, käm ich nicht wirklich auf ein ähnliches Szenario, weil der selbe Ansatz bei Illegalen hat nicht an der Tagesordnung ist...da wär ich dann schon eher beim Beamten der Trigger-happy ist.

Das Bild vom "illegalen Migranten", der jemanden von ICE erschießt, um nicht geschnappt zu werden, ist halt genau das Bild was die Regierung Trump erzeugen will, wenn sie die ganze Zeit von illegalen Migranten als Drogenschmuggler und Verbrecher reden. Ist natürlich nicht sehr nah an der Realität, aber die Trump-Regierung versucht es halt mit der Brechstange. Alleine die Tatsache, dass Trump immer wieder behauptet, man würde Leute in fremden Ländern aus "insane asylums" entlassen, die dann in die USA wandern, mutmaßlich einfach weil er in seinem Kopf "mental asylum" (Irrenhaus) und "political asylum" (Asylantragssteller) nicht auseinander halten kann ...
 
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Gustavo

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Wer eine Stunde Zeit übrig hat: Ich fand das Interview sehenswert. Henry Farrell ist Professor für Internationale Beziehungen und hat ein Buch über die Macht Amerikas (jenseits des Militärs) und wie es sie einsetzt geschrieben, das noch in der Zeit vor Trump rauskam (ich habe es hier auch mal verlinkt glaube ich), das jetzt aber umso aktueller ist.

Einen Punkt, den ich besonders unterstreichen würde und der in Europa in meinen Augen zu wenig gesehen wird ist der, den er auch zu Venezuela macht: Die Amerikaner haben Maduro entführt, aber bisher keine Anstalten gemacht das Regime zu stürzen und das, obwohl linke Diktaturen in Lateinamerika (traditionell vor allem natürlich Kuba) seit dem Ende des Kalten Krieges DER zentrale Feind für Republikaner waren. Warum also das Vorgehen?
Die Theorie ist: Weil Maduro zu entführen vergleichsweise einfach und günstig ist und das Regime zu stürzen vergleichsweise schwer und teuer. Anscheinend glauben die amerikanischen Sicherheitsdienste, dass die Rechte in Venezuela nicht genug Rückhalt hat, um eigenständig über einen durch die Amerikaner unterstützten Aufstand die Kontrolle zu übernehmen. Wenn das wirklich so ist müsste regime change von außen kommen, also boots on the ground, aber genau da gibt es Kosten (finanziell, militärisch, ideologisch) die die Trump-Regierung eben nicht bereit ist zu zahlen, weil für sie im Gegensatz etwa zu Bush II das Endziel eben nicht ist, das Regime zu stürzen und eine neue Regierungsform zu installieren, sondern für die USA den maximalen Vorteil (oder was man unter Trump für den maximalen Vorteil hält) rauszuholen. In diesem Fall war das wohl lediglich ein Signal der Stärke senden und eventuell irgendwelche Öl-Geschichten, von denen wir heute noch nichts Genaues wissen. Das Signal der eigenen Stärke war günstig, die eigene Stärke tatsächlich einzusetzen wäre allerdings teuer.

Genau auf diesen Zustand sollten die Europäer in meinen Augen bauen, wenn sie mit Trump umgehen. Man sollte in Europa wirklich nicht mehr vom Stuhl kippen wenn mal wieder ein amerikanischer Offizieller wie Vance kommt und den Europäern durch die Blume sagt, dass die Trump-Regierung die Rechtspopulisten in Europa unterstützen will; man muss sich schon sehr blöd stellen wenn einem nicht von alleine aufgefallen ist, dass die Trump-Leute mit den Rechtspopulisten in Europa viel besser klar kommen, sowohl aus ideologischen als auch aus pragmatischen* Gründen. Aber sind sie jenseits von warmen Worten wirklich bereit dazu, dafür irgendeinen nennenswerten Preis zu zahlen? Dafür habe ich noch keine echten Belege gesehen.
Alles, was ich über die amerikanische Rechte weiß, deutet darauf hin dass dieses Protegieren der europäischen Rechtspopulisten (im Gegensatz zu der europäischen Mitte wohlgemerkt, nicht etwa einer europäischen Linken, die ja schon lange auf dem absteigenden Ast ist) eine viel weniger tiefe Verankerung in ihrem Weltbild hat als die Feindschaft zu lateinamerikanischen Linken (die auch viel sozialistischer ist als die europäische Linke).
Die ganze ideologische Betrachtung bzgl. Europas, über die ich aus der Trump-Regierung höre, erscheint mir nicht viel tiefer zu gehen als das, was man aus gelegentlicher Twitter-Lektüre mitnehmen kann; dass irgendwer dort eine genuine Verbundenheit zu Europa verspürt, aus der er den "Kontinent retten will" (wie die Rechtspopulisten hier) kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht erkennen. Ich würde bspw. wetten, dass so gut wie niemand aus der Trump-Administration jemals nennenswert Zeit in Europa verbracht hat jenseits von professionellen Aufenthalten über den Beruf im Staatsdienst. Was da intellektuell von Leuten produziert wird, die als "Vordenker" der Bewegung durchgehen, erinnert mich tatsächlich stark an das Gezeter aus Regionen Deutschlands über "die Innenstädte", wo man sich erst mal 45 Minuten ins Auto setzen muss bevor man auch nur das Innere einer Kleinstadt zu Gesicht bekommt. Anstatt da jedes Mal aufs Neue die Sinnkrise zu bekommen und sich zu fragen, ob da nicht vielleicht doch etwas dran sein könnte, wenn ein JD Vance uns sagt was mit unserer Demokratie angeblich falsch läuft, sollte man diese Leute einfach auflaufen lassen und ihnen sagen, dass es zwei Optionen gibt: Entweder sie verhalten sich so wie Europa auch (wir mischen uns nicht in eure Politik ein, ihr mischt euch also auch nicht in unsere ein) oder wir warten einfach ab, ob ihr tatsächlich etwas unternehmt wenn man euren Forderungen nicht nachkommt, aber falls ihr tatsächlich ernst macht gibt es von uns auch Gegenmaßnahmen. Sollen die Kongresskandidaten ihren jeweiligen Bevölkerungen im Wahlkreis mal erklären, warum auf ihre Produkte gezielte Einfuhrzölle erhoben werden, nur weil die 5% rechtsradikalsten Republikaner sich ohne erkennbaren Nutzen für die amerikanische Bevölkerung in die Politik anderer Demokratien einmischen.







*Rechtspopulisten wird es immer schwer fallen, gemeinsam als Staatenbund zu verhandeln statt jede Nation alleine, was den USA natürlich in die Karten spielen würde
 

GeckoVOD

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[...]
(1) Das völlig neutrale Bild --> "Noch nicht genügend Informationen um irgendeine Beurteilung treffen zu können"
(2) Das "stochastische" Bild --> Man füllt quasi die fehlenden Informationen mit den eigenen Einstellungen zu den jeweiligen Akteuren auf, was dann in Folge durch mehr Informationen angepasst wird

Wenn wirklich (1) produziert würde gäbe es an der Art zu berichten kein Problem. Leider habe ich das Gefühl, dass (2) durchaus ziemlich häufig ist und man durch die bloße Neutralität den Sachverhalt noch zu positiv für die Trump-Administration darstellt. [...]

Wenn es solche Handyaufnahmen gibt wie in diesem Fall sollte man imo nur bei einem WIRKLICH unklaren Fall von "officer involved shooting" reden, während gleichzeitig jeder im Internet sehen kann dass da ein auf dem Boden liegender Mann von hinten erschossen wird. Und man sollte die Statements der Regierung nur mit einem Warnhinweis übernehmen, dass sie bereits mehrfach offenkundig Sachverhalte bzgl. solcher Szenen falsch dargestellt haben.



Wollte mehrfach antworten und habe es vergessen oder keine Zeit gehabt. Was mein Punkt nach dem Punkt ist weiß ich auch nicht, es ist mir nicht neu und ich will dem nicht widersprechen :x

Grundsätzlich würde ich bei "der" Berichterstattung kritisieren, dass ich außer punktuellen Versuchen niemals sehe, wie Trumps Politik beschrieben wird: Als sei vieles geplant, bzw. gäbe einen übergreifenden Plan oder es gäbe versteckte Rationalität. Es ist reines Chaos, etwas-an-die-Wand-werfen und warten, ob was dabei rumkommt. Dabei besetzt Trump und andere Wannabe-Diktatoren wie die einschlägig bekannten AfD-Personalien so fluide Personen als sei er ein Bruce Lee Fan, gemäß dem Satz "sei Wasser mein Freund". Er unterscheidet sich nur insofern, als seine Aktionen universell und in jede denkbare Richtung gehen, während unsere angehenden Rechtspopulisten noch zu engstirning denken und durch eine Ideologie gehindert werden. Ich glaube ich hörte über Jared Kushner den Satz "he is not hindered by complexity, since he has an uncluttered mind" [wahrscheinlich paraphrasiert]. Das ist eine sehr treffende, passiv-aggressive Einschätzung der unfassbaren, geistigen Einschränkung dieser Trumpregierung. Wenn man keinerlei Ziele jenseits der Selbstbereicherung hat, dann ist man auch frei alles einzureißen, was gerade das Vakuum im Schädel zulässt.

Egal welche Reaktion kommt, es wird sich gewunden und dadurch entsteht Freiraum entweder mehr zu werfen, oder sich zu drehen, oder die Verantwortung wegzuschieben. Damit ist es auch irgendwie egal, ob man neutral oder scharf berichtet, denn es gibt entweder zu viel Themen oder zu viele relativierende Shit-Medien außenrum, die das feiern. Mit Worten (Nachrichten) wird hier nichts mehr erreicht, außer zu sagen, dass etwas passiert. Der Empfänger kommt ja gar nicht mehr mit die Informationen einer typischen Trumpwoche zu verarbeiten, Stochastik vs. Neutralität hin- oder her. Das Problem einer normalen Durchschnittsperson entsteht schon an dem Punkt, an dem das alles einen Zusammenhang darstellen sollte, der nicht auffindbar ist, weil alles so schön paradox ist. Ich sehe hier beim besten Willen keinen Plan, nur Bauernschläue, sich in der mediengeprägten Welt in die Schlagzeilen zu setzen, während man die Hände in möglichst viele Taschen steckt. Weil die eigene Oligarchenwelt so losgelöst von der Realität normaler Menschen ist, sind die Konsequenzen auch egal. Irrationaler, oder anders formuliert, weniger mittel- oder langfristig und gleichzeitig unreflektierter Denken, geht kaum. Da ist auch keine Ideologie jenseits des Narzissmus erkennbar, "was mich wichtig macht, ist gut".


Was ich abseits davon richtig krass finde, ist die Unfähigkeit der USA auf dieses Staatsversagen der Exekutive auch nur im Ansatz zu reagieren, sowie die rapide Schnelligkeit die negativsten Konsequenzen aus einer Institutionalisierung zu generieren. Da gibt es plötzlich eine Behörde, die ein maximales Eigeninteresse hat Gewalttäter vor Mordanklagen zu schützen und das Ökosystem außenrum hat gefühlt keinerlei Handlungsspielraum das tolle System der "Checks and Balances" anzuwenden. Das System da drüben gehört so was von abgebrannt und neu errichtet, wenn das Präsidentenamt zu solchen Handlungen führen kann. Wünschenswert wäre eine Aufarbeitung von Trump im Stile der Nürnberger Prozesse, aber dazu wirds einfach nicht kommen.

Auf gesellschaftlicher Ebene ist es nur noch grauenvoll zu sehen, dass selbst MIT Bildmaterial immer noch genügend Irre rumlaufen, die sich die Welt widerspruchsfrei fantasierend interpretieren. Es fehlt scheinbar jegliche Brücke zu der Erkenntnis, dass man durchaus selbst früher oder später erschossen werden könnte, oder durch die willkürlichen Eingriffe des orangen Homunkulus plattgewalzt wird.
 
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Scorn4

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Was in Grönland nicht geklappt hat wird in Kanada bestimmt funktionieren.
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Gustavo

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Wollte mehrfach antworten und habe es vergessen oder keine Zeit gehabt. Was mein Punkt nach dem Punkt ist weiß ich auch nicht, es ist mir nicht neu und ich will dem nicht widersprechen :x

Grundsätzlich würde ich bei "der" Berichterstattung kritisieren, dass ich außer punktuellen Versuchen niemals sehe, wie Trumps Politik beschrieben wird: Als sei vieles geplant, bzw. gäbe einen übergreifenden Plan oder es gäbe versteckte Rationalität. Es ist reines Chaos, etwas-an-die-Wand-werfen und warten, ob was dabei rumkommt. Dabei besetzt Trump und andere Wannabe-Diktatoren wie die einschlägig bekannten AfD-Personalien so fluide Personen als sei er ein Bruce Lee Fan, gemäß dem Satz "sei Wasser mein Freund". Er unterscheidet sich nur insofern, als seine Aktionen universell und in jede denkbare Richtung gehen, während unsere angehenden Rechtspopulisten noch zu engstirning denken und durch eine Ideologie gehindert werden. [...]


(Ich nehme den Absatz mal um zu schreiben, wie ich die Sache sehe.)

Das glaube ich tatsächlich nicht. Einer der Gründe, warum ich ehrlich gesagt ziemlich skeptisch bin, was die ganzen US-Politik in deutschen Medien angeht, ist die Tatsache, dass das alles viel zu kleinteilig ist. Das formale Wissen über das eigene politische System ist eigentlich in jedem Land nicht besonders hoch, aber Leute kriegen über die eigene Partizipation plus die Reflektion dessen, wie erfolgreich die eigene politische Einstellung im System vertreten wird, über die Zeit ein gewisses Gespür dafür, wie ihr eigenes politisches System funktioniert. Das ist weit weg vom Idealbild, aber in der real existierenden Demokratie kann man damit ganz okay leben.
Der Mechanismus fehlt den deutschen Medienkonsumenten praktisch vollständig, wenn über ein politisches System berichtet wird, das nicht ihr eigenes ist. Da sind sie dann praktisch immer auf ihr formales Wissen plus was der jeweilige Artikel einem liefert zurück geworfen und das ist nun mal bei den allermeisten Leuten (absolut verständlicherweise) einfach so gut wie gar nix. Dementsprechend ist es schwierig, dieses ganze Dauerfeuer in irgendeine sinnvolle Beziehung zu stellen.

Gerade bei Trump geht da viel durcheinander. Was bspw. den meisten Leuten schon nicht klar ist ist wie sich eine amerikanische Regierung zusammensetzt: Dort gibt es VIEL mehr politische Beamte (die weit tiefer in den Dienstgraden gehen als in Deutschland), welche von Administration zu Administration ausgetauscht werden. Da gibt es sehr wenig Kontinuität zwischen Präsidenten, wenn sie von unterschiedlichen Parteien stammen und sehr viel Kontinuität zwischen den Parteien: Dass die Leute in den Spitzenpositionen in einer Administration häufig diejenigen sind, die ein bis zwei Präsidentschaften derselben Partei vorher im "mittleren Management" gearbeitet haben, ist die absolute Regel; echte Quereinsteiger sind eine Seltenheit.
Worunter Trump 2016 gelitten hat war, dass die institutionalisierte Republikanische Partei auf der Ebene praktisch nur aus Leuten bestand, die Veteranen der vorherigen Bush-Regierungen waren. Dort gab es zwar auch Leute, die für eine "starke Exekutive" waren (an die Artikel über den intellektuellen Einfluss von Carl Schmitt kann ich mich bspw. auch aus der Zeit noch erinnern), aber zumindest den meisten ging es primär um Bushs war on terror. Die Idee, dass eine "starke Administrative" bedeutet, dass die Gewaltenteilung ganz anders (und viel mehr im Sinne des Präsidenten) zu laufen hat war dort einfach nicht populär.

Trump ist eine Ausnahme (und in der Geschichte der absoluten Spitzenpolitik nahezu sui generis) in der Geschichte der US-Politik, dass man bei ihm eigentlich keine "echte" Ideologie erkennen kann. Er hat auf manchen (aber sicher nicht allen) Politikfeldern dieselben populistischen Grundreflexe, die die ganzen Fensteropa-Parteien in Demokratien vertreten (bei Verbrechen "wegschließen und Schlüssel wegwerfen" usw. usf.), aber irgendwelche höheren Prinzipien, aus denen er für die konkrete Situation ableitet wie zu handeln ist kann man eigentlich nicht erkennen. Dementsprechend gab es auch keine institutionelle Basis, auf die er nach dem Wahlerfolg 2016 zurückgreifen konnte: Die "alte" Republikanische Partei war zwar in ihren institutionellen Strukturen bei manchen Themen auf Linie zu bringen, aber im Kern letztendlich viel zu sehr pro business als dass deren Exponenten Trump nicht versucht hätten von seinem erratischen Stiefel abzubringen.
Jetzt hat man das Kernproblem, dass die konservative Bewegung in den USA seit langer Zeit ideologisch hin zu einer starken Exekutive tendiert (die vielbeschworene "unitary executive theory"), bei der letztendlich der Präsident alle Fäden in der Hand hat. Gleichzeitig hat Trumps erste Amtszeit gezeigt, warum das nicht so einfach ist: Ohne den institutionellen Unterbau kann ein Präsident wenig erreichen, weil er nun mal eben keine Regierung alleine führen kann. Selbst wenn er jedem droht, der seinen Willen nicht 1:1 umsetzt rauszuwerfen, braucht man halt jemanden der diese Person ersetzt und bereit ist das zu tun, sonst ist man durch den Rauswurf von Mitarbeitern die nicht auf Linie sind noch keinen Schritt weiter.

Trumps zweite Amtszeit zeigt uns jetzt, wo die Sollbruchstelle liegt: Trump wurde 2024 ohne großes Ansehen seiner Person gewählt, weil die Menschen mit der Entwicklung der USA unzufrieden sind. Dummerweise sind sie aktuell quasi immer damit unzufrieden. Mittlerweile hat sich ein Kreis um Trump gebildet, den man vielleicht als so eine Art Trumpismus bezeichnen kann, aber das Problem ist halt dass die weniger Trumps genuine ideologischen Wünsche umsetzen (welche er vermutlich gar nicht hat), sondern einfach der rechte und rechtsradikale Rand der alten Republikanischen Partei zusammen mit vorher marginalisierten Rechten ist, die sich an Trump angedockt haben.
Die sind sich auch untereinander keineswegs alle einig, aber können sich zumindest bei bestimmten Themen auf Vorgehensweisen einigen. Dort wo Trump tatsächlich starke Präferenzen hat (bspw. bei der ganzen unsäglichen Korruption zu seinen Gunsten) setzt sich Trump zwangsläufig durch, weil er letztendlich die Macht hat, aber überall dort wo er vage Vorstellungen hat oder wo es ihm egal ist können die Millers, JD Vances usw. usf. ihre Vorstellungen umsetzen, wobei aktuell die Frage ist ob sie es möglicherweise so sehr überziehen dass Trump sie doch zur Mäßigung zwingt weil er sich um seine persönlichen Beliebtheitswerte sorgt.
Trump als "fluide" würde ich sagen beschreibt das Ergebnis gut, ich glaube allerdings weniger dass er so ein Wendehals ist als dass ich glaube dass er einfach an vielen Dingen kein großes Interesse hat und manche der Dinge, die ihn anscheinend wirklich interessieren (wie z.B. sein bizarrer ball room) für eine Demokratie der USA völlig belanglos sind.
 

Scorn4

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einfach phantastisch wie keiner mehr über epstein redet :|
Nun, das war wohl nur ein temorärer Fix.
Bill Gates hat sich wohl auf Epsteins Insel was eingefangen und seine Frau damit angesteckt. In Epsteins E-Mails ist eine Korrespondenz, wo Gates nach einem Mittel gegen solche Erkrankungen fragt und seine Frau hat er ohne deren Wissen oder Einverständnis damit behandelt.:x
Howard Lutnik, einst direkter Nachbar von Epstein, hat groß erzählt, dass Epstein creepy gewesen sei und nach einem ersten Treffen Lutnik und seine Frau gemeinsam beschlossen hätten, Epstein zu meiden. Offenbar eine dreiste Lüge, beide waren nachweislich nach Epsteins Verurteilung auf seiner Insel., für ein :airqoute:privates Dinner :rolleyes:
Elon Musk scheint Epstein förmlich angebettelt zu haben, bei möglichst wilden Parties auch dabei sein zu dürfen. Auf Epsteins Antwort, was auf der Insel passiere könnte für Musks Frau ein Problem sein, meinte Musk, dass seine Frau da kein Problem hätte. Offentlich hat Musk angegeben, er hätte Epsteins Einladungen kategorisch abgelehnt. "abgelehnt" komplett groß geschrieben.
Und natürlich Trump. Furchtbare Sachen werden da berichtet. U.A. habe er bei einer Party namens "Calendar Girls" die Scham kleiner Mädchen mit einem Finger von innen ertastet und dann Noten vergeben, wie eng sie waren. Verdammte Scheiße.
So wie es aussieht, muss Trump nun wohl oder übel wohl doch Grönland angreifen, sonst hört das nicht auf.
 

GeckoVOD

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(Ich nehme den Absatz mal um zu schreiben, wie ich die Sache sehe.)

Das glaube ich tatsächlich nicht.

Dementsprechend ist es schwierig, dieses ganze Dauerfeuer in irgendeine sinnvolle Beziehung zu stellen.
Jetzt hat man das Kernproblem, dass die konservative Bewegung in den USA seit langer Zeit ideologisch hin zu einer starken Exekutive tendiert
Trump als "fluide" würde ich sagen beschreibt das Ergebnis gut, ich glaube allerdings weniger dass er so ein Wendehals ist als dass ich glaube dass er einfach an vielen Dingen kein großes Interesse hat und manche der Dinge, die ihn anscheinend wirklich interessieren (wie z.B. sein bizarrer ball room) für eine Demokratie der USA völlig belanglos sind.
Wie auch vorher: Ich bin mir nicht sicher, was ich damit anfangen soll. Vieles von deinem Text ist mir klar und ich habe in meinem Rant die Hälfte unscharf umrissen. Für mich ist Trump und seine Regierung keine Einheit. Es bleibt aber einerseits Eindruck, dass der Kurs der Regierung einerseits tatsächlich nur auf dem Narzissmus Trumps basiert, den man dahin steuert, wo er einzelnen Fraktionen und Personen(gruppen) hilft, während das andererseits häufig das Zufallprodukt der seltsamen Parteienlandschaft mit nur zwei realen Optionen für Wähler und der so anfälligen politischen Struktur umsetzbar macht.
 
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.....Für mich ist Trump und seine Regierung keine Einheit...


Die These hätte ich bei seiner ersten Amtszeit noch so unterschrieben, jetzt ganz sicher nicht mehr. Klar mischen da diverse aus direktem oder gekauftem Eigeninteresse mit und flüstern ihm ein aber "verantwortungsvolle" Staatsdiener, die es in der ersten Amtszeit halt noch gab, findest du da nirgends mehr und ohne Trump als Gallionsfigur dürfte das ganze schlicht nicht funktionieren.
 
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